08.01.2020 | von Jana Bialecki

Selbstorganisation, Motivation, Lerntipps

 

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Werde zum Klausuren-Champ: Mit diesen Lerntipps meisterst du die Klausurenphase besser und lernst effektiver. Bild via unsplash.

 

Die nächste Klausurenphase steht bald wieder bevor.

Bestimmt hast du dir (wie jedes Semester) vorgenommen, diesmal rechtzeitig mit dem Lernen anzufangen und alle Klausuren mit einer 1,0 zu bestehen.

Wenn du wissen willst, wie das diesmal wirklich klappt dann schau dir unsere 10 Lerntipps an. 

Ich zeige dir:

  • Tipps, wie du Klausuren erfolgreich meisterst 
  • Was du beim Lernen generell beachten solltest 
  • Nützliche Hinweise zur Stressbewältigung und Selbstorganisation 
  • Gründe, warum du dir das 1. Newtonsche Gesetz zu Nutze machen solltest 😉

 

1. Es führt kein Weg am Lernen vorbei

 

Das ist bestimmt nicht der erste Artikel, den du zum Thema Lerntipps für Klausuren liest. Wie du längst gemerkt hast, gibt es dutzende Lerntechniken und Lernmethoden. Das Internet ist voll von Informationen dazu, wie du deine Klausuren angeblich erfolgreich bestehst und das Studium überstehst.

Aber so wie jeder andere Artikel kann dir auch dieser kein Wundermittel liefern.

Ich gebe dir hilfreiche Tipps und Tricks an die Hand, mit denen du dir das Lernen erleichtern kannst, aber letztendlich führt kein Weg an einem bestimmten Punkt vorbei. 

Deshalb bekommst du den wichtigsten Lerntipp gleich zu Beginn: Du musst es einfach tun. 

 

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Leichter gesagt als getan, aber wenn du dich nicht konzentrierst, dir realistische Ziele setzt und vor allem kontinuierlich dran bleibst, dann wird es nix. Simple as that.

 

2. Nutze das Newtonsche Gesetz: Lerne in kleinen Schritten 

 

Jetzt, da du weißt, dass kein Weg am Lernen vorbeiführt, bleibt dir nichts anderes übrig als anzufangen. Doch dich endlich aufzuraffen, Netflix auszuschalten und an den Schreibtisch oder in die Bib zu setzen, ist oft der schwierigste Schritt. 

Hier kommt das 1. Newtonsche Gesetz ins Spiel. Das besagt nämlich: Was in Bewegung ist, bleibt in Bewegung.

Das heißt, selbst wenn du dir vornimmst nur 15 Minuten zu lernen, ist es sehr wahrscheinlich, dass du danach einfach weitermachst. So wird aus 15 Minuten vielleicht eine Stunde. Das ist schon mal ein guter Anfang. 

Außerdem fällt es dir bestimmt leichter dich zu überwinden und anzufangen, wenn du weißt du musst nur 15 Minuten anstelle von drei Stunden oder einem ganzen Nachmittag lernen. So schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. 

 

3.  Beständiges Lernen auch außerhalb der Klausurenphase 

 

Wir wissen mittlerweile alle, auf den letzten Drücker lernen und drei All-Nighter vor der Klausur schieben ist weder für das Gedächtnis, die Leistung noch die Gesundheit gut. Damit du erst gar nicht in so eine Situation kommst, ist es ratsam kontinuierlich, bestenfalls täglich zu lernen. 

Keine Angst, das heißt nicht, dass du dir nach der letzten Vorlesung des Tages noch vier Stunden den Stoff reinprügeln sollst. Du musst nicht zum krassen Nerd werden, aber beständiges dranbleiben sorgt für einen immensen und vor allem dauerhaften Lernerfolg. 

Diese Tipps sind erprobt und helfen dir beim beständigen Lernen:

  • Rekapituliere kurz den Tag nach der Vorlesung 
  • Fasse die wichtigsten Learnings pro Kurs zusammen
  • Markiere die entsprechenden Passagen in deinen Skripten 
  • Gab es eine kurze Leseempfehlung vom Prof? Schau sie dir an und notiere die Kernbotschaften

 

Es reicht, wenn du dir 15 Minuten pro Zusammenfassung nimmst. Du wirst erstaunt sein, was du in dieser Zeit alles erreichen kannst. Wenn du kontinuierlich dran bleibst, wirst du bei jeder neuen Vorlesung und am Ende des Semesters merken, welche Power dein Gehirn bereits hat 🤓

 

Lerntipp 3: Beständiges Lernen - bleib kontinuierlich dran.via GIPHY

 

4. Das Pareto-Prinzip: Halte es einfach, aber effektiv 

 

“Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.” ... hätte Omi nicht besser sagen können 😆

Doch obwohl es sich so altbacken anhört, kann dir diese Einstellung beim Lernen und bei der Stressbewältigung deutlich weiterhelfen:

Du kannst nicht alles lernen und alles wissen. 

Vor allem in der stressigen Klausurenphase geht es darum den Stoff zu reduzieren und nur das wichtigste zu lernen. Für Perfektion ist schlicht und einfach keine Zeit, mal ganz abgesehen davon, dass Perfektionismus sowieso nie förderlich ist.

Das heißt: Besuche alle Vorlesungen, lies deine zusammengefassten Skripte, lies nur die Pflichtliteratur und konzentriere dich auf den Stoff, der von deinem Prof explizit als klausurrelevant gekennzeichnet wurde. 

Vielleicht hast du schon mal etwas von der 80-20-Regel bzw. dem Pareto-Prinzip gehört.

Das Pareto-Prinzip besagt, dass du 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erreichst.

Spare dir also den zeitraubenden Perfektionismus und konzentriere dich auf die wichtigen 20 Prozent mit denen du 80 Prozent, also gute Ergebnisse in deinen Klausuren, erzielen kannst.

bild-pareto-prinzip-die-80-20-regel-effektives-lernen-arbeiten-das-pareto-modell-grafik-studystuff-lernorganisation-unihilfeAbb.: Pareto-Prinzip oder 80-20 Regel besagt, dass du 80 Prozent deiner Ziele mit circa 20 Prozent des Aufwands erreichen kannst.

 

5. Lernstoff priorisieren

 

Aufbauend auf dem Pareto-Prinzip gilt es für dich, das Wichtige von dem Nicht-so-Wichtigen zu unterscheiden. Lies dir die Studienordnung sowie die Anforderungen an das Modul durch und sortiere deinen Stoff danach. Die Prüfungen sind darauf ausgelegt.

Hilfreich ist es außerdem, dich mit deinen Kommilitonen auszutauschen. Vielleicht haben einige die Klausur bereits hinter sich und können dir Informationen zu den Aufgabenstellungen und dem abgefragten Stoff geben. Möglicherweise hat auch jemand im Jahrgang über dir ein paar Altklausuren.

 

Studium ordnen und Klausuren, Skripte und Mitschriften finden

 

Orientiere dich beim Priorisieren und Lernen an alten Klausuren und sei dir bewusst, dass die Aufgaben zwar ähnlich oder gleich sein können, aber nicht müssen. 

Priorisiere beim Lernen den relevanten Stoff. Falls dir bestimmte Themengebiete und Zusammenhänge schwerfallen, mache auch diese zu deiner Priorität. Es bringt nichts fünfmal über den Stoff zu lesen, den du sowieso schon verstehst. 

Auch wenn es anstrengend ist, nutze jeden einzelnen Tag, um den schwierigen Stoff durchzugehen und zu verstehen. Wenn du nicht aufgibst wirst du jedes noch so schwierige Prinzip irgendwann verstehen und dann ist das Erfolgserlebnis umso größer. 

Hast du den relevanten Stoff gelernt und einigermaßen verstanden, bist du auf der sicheren Seite und kannst die Klausur erfolgreich schreiben.

Wenn du jetzt noch Zeit und Lust hast, kannst du immer noch den zusätzlichen Stoff anschauen, der vielleicht interessant, aber nicht notwendig ist.

 

6. Meide Ablenkung und Prokrastination 

 

Um dir das tägliche Lernen einfacher zu machen, ist es sinnvoll Ablenkung zu vermeiden. Das hilft dir nicht nur fokussierter zu bleiben, sondern auch schneller mit dem Lernstoff durch zu sein. 

Damit du dich gut konzentrieren kannst, ist es wichtig herauszufinden, an welchem Ort du am besten Lernen kannst. Für manche ist das der eigene Schreibtisch, für andere die Bib oder vielleicht ein Café. Hilfreich ist hierbei immer, dass dein Ort relativ ruhig und ablenkungsfrei ist. Hintergrundgeräusche oder instrumentelle Musik (z.B. Jazz, klassische Musik, Lofi-Beats oder Elektro) sind okay. 

Hast du deinen perfekten Ort gefunden, dann richte ihn so ein, dass nur die Sachen in deinem Sichtfeld sind, die du wirklich zum Lernen brauchst. Packe alles andere weg. 

Und ganz wichtig: Leg dein Handy weg!

 

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Mach es aus, stecke es in deine Tasche, lege es in einen anderen Raum oder "vergiss" es zu Hause.

Hauptsache, du kannst nicht mehr schnell darauf zugreifen, denn du und ich und alle anderen wissen, was dann passiert. Du bekommst eine Nachricht und zack scrollst du 3 Stunden durch Memes bei Instagram oder schaust dir äußerst fragwürdige Videos bei YouTube an, die dich unter normalen Umständen überhaupt nicht interessieren würden.

Dein Handy ist das Prokrastinationstool Nr. 1 und Prokrastination ist der Lernkiller.

Kurz gesagt: Suche dir einen passenden, ruhigen Ort und leg dein Handy weg. Du wirst dich viel besser konzentrieren können und effizienter sein. Versprochen!

 

7. Fülle deine Konzentration wieder auf - Bleib sozial

 

Menschen brauchen andere Menschen, so einfach ist es. Wir sind soziale Wesen (auch wenn dir das in der Klausurenphase vielleicht nicht so vorkommt). Niemand hält als Einzelkämpfer lange durch.

In der stressigen Zeit vor den Klausuren kann es schnell passieren, dass du dich von deiner Außenwelt isolierst und alleine zu Hause zwischen deinen Lernunterlagen und alten Pizzakartons versinkst. Wenn dich der Lernstoff schon bis in deine Träume verfolgt und der Begriff Work-Life-Balance für dich nach einem utopischen Konzept klingt, dann ist es Zeit das Haus oder deine Wohnung zu verlassen. 

Obwohl es sich im ersten Moment kontraproduktiv anhört mit dem Lernen aufzuhören: Mach es trotzdem!  

Du hast nur eine begrenzte Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit. Wenn du die überschreitest, kannst du den Lernstoff sowieso nicht mehr aufnehmen. Es ist deshalb wichtig, dass du Pausen machst. Am besten ist es, wenn du deine Pausen für Bewegung nutzt. Vielleicht gehst du gerne ins Gym, aber ein Spaziergang tut es auch. 

Wichtig ist außerdem, in der Klausurenphase nicht auf deine sozialen Kontakte zu verzichten. Mit einer geplanten Organisation und bei beständigem Lernen, hast du Zeit für Freunde.

Damit ist natürlich nicht dreimal die Woche Feiern gehen gemeint. Sondern: Gemeinsame Spielabende, Kinobesuche, zwei Bier in der Bar, sich der Nachbarschafts-Joggingrunde anschließen, mal ein Konzert mitnehmen oder vielleicht deine Eltern besuchen. 

Durch Bewegung und soziale Kontakte kannst du den Kopf freibekommen und wieder mit neuer Energie und einem klaren Kopf in die nächste Lernsession starten. 

 

8. Suche dir einen Lernpartner oder eine Lerngruppe

 

Soziale Kontakte zu pflegen ist auch in der Klausurenphase wichtig, wie du jetzt bereits weißt. Du kannst mit deinen Kommilitonen aber nicht nur Partys feiern und Spaß haben, sondern auch für die anstehenden Klausuren lernen.  

Zusammen den Lernstoff durchzugehen und über die Klausur zu sprechen ist immer hilfreich. 

Gemeinsames Lernen hat den Vorteil, dass man sich gegenseitig motivieren und  über den Stoff austauschen kann. Vielleicht verstehst du ein Konzept besser als dein Lernpartner und er wiederum ein anderes. So könnt ihr euch gegenseitig helfen. 

Im Austausch mit deinen Kommilitonen bekommst du auch eine neue Perspektive auf den Stoff.

Ich persönlich treffe mich immer am Abend vor der Klausur mit drei Kommilitoninnen und wir gehen gemeinsam ein letztes Mal den Stoff durch. Der Vorteil daran ist, dass wir bis dahin den Stoff größtenteils gelernt haben und uns über Fragen und Unklarheiten besser austauschen können. 

 

9. Reizüberflutung minimieren 

 

Wir werden ständig und von überall mit (oft auch sinnlosen) Informationen zugeballert, das gilt es zu vermeiden. 

Lernen hat viel mit Organisation zu tun. Deshalb ist es ratsam dich auf die Lernphasen vorzubereiten, indem du:

  • Benachrichtigungen auf deinem Handy ausschaltest,
  • ablenkende Apps löscht (überdenke einfach, welche Apps du am meisten konsumierst und eliminiere sie)
  • statt morgens Nachrichten, entspannte Musik oder deinen Lieblingssong hörst
  • TV und zu viel Radio meidest - es pflanzt dir nur zu viel unnötigen Müll in deinen Kopf 😵

 

Je mehr Reizen du dich aussetzt, desto weniger hat der wichtige Lernstoff für dein Gehirn Priorität und kann nicht einsickern. 

Minimiere die Reizüberflutung!

 

10. Nutze Schlaf zum Lernen

 

Ja, richtig gehört: Schlafen hilft dir dabei, dir den Stoff einzuprägen und besser zu merken.

Während des Schlafes gelangen die Informationen, die im Hippocampus zwischengespeichert sind, in die Großhirnrinde und du kannst dir den Lernstoff länger merken. Das passiert aber nur, wenn zwischen deiner Lernphase und dem Schlafengehen nichts mehr emotional aufwühlendes passiert, weil Informationen, die mit Emotionen verknüpft sind eher im Gedächtnis bleiben. 

Das heißt: Fasse die wichtigsten Lernerkenntnisse kurz zusammen und lies diese Zusammenfassung vor dem Schlafengehen als Letztes.

 

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Fazit: So besiegst du jede Klausur

 

  • Tägliches Lernen ist besser, als mehrere All-Nighter vor der Klausur 
  • Lerne nur das Notwendige. Vertiefe dich erst, wenn du alles klausurrelevante im Kopf hast
  • Suche dir den perfekten Lernort und schaffe eine ablenkungsfreie Atmosphäre
  • Du kannst, sollst und musst nicht alles alleine schaffen – Lernpartner sind wichtig
  • Vermeide Reizüberflutung 
  • Vergiss deine Sozialen Kontakte nicht: Geh aus und hab Spaß 
  • Bewegung, bestenfalls Sport, steigert deine Leistungsfähigkeit und dient der Stressbewältigung
  • Schlaf genug! Du bist am nächsten Tag erholter und kannst dir den Stoff besser und länger merken

 

Wenn du diese Lerntipps befolgst, musst du absolut keine Angst vor der Klausurenphase haben. Du kannst entspannt und vorbereitet in die nächste Klausur starten und gute Noten schreiben.

Hast du gelernt? Dann kann dir ja gar nichts mehr passieren. 

Welcher Tipp hilft dir am meisten oder was sollten wir unbedingt mit aufnehmen?

Schreib uns 🙂

 

Jana Bialecki

Jana Bialecki Jana ist Content und Social Media Managerin bei StudyStuff. Sie sorgt für frische Inhalte und das du immer hilfreiche Unterstützung im Blog und auf unseren Social Media Kanälen erhältst.